In memoriam Anna Politkovskaja

Datum:
Dienstag, 20. März 2007 – 20:00
Eintritt:
frei
Anna Politkovskaja

Lesung zum „2. Jahrestag der politischen Lüge“

Einem Aufruf der Peter-Weiss-Stiftung folgend, der u.a. vom „PEN/Writers in Prison“-Netzwerk, dem Goethe-Institut, dem Verband Deutscher Schriftsteller und den Reportern ohne Grenzen unterstützt wird, möchten wir uns einer weltweiten Lesung zum Gedenken an Anna Politkovskaja anschließen. Die erste Aktion fand am 20.03.2006 zum Jahrestag des Kriegsbeginns im Irak statt. An diesem ersten „Jahrestag der politischen Lüge“ wurde Eliot Weinbergers „Was ich hörte vom Irak“ an 47 Veranstaltungsorten weltweit vorgetragen – in Australien, den USA, Deutschland, Griechenland, im Libanon, in Großbritannien, den Niederlanden, Italien, Luxemburg, Indien und der Schweiz. Diesmal werden sich Hunderte von Veranstaltern in vielen Städten der Welt – darunter in sieben Städten Russlands – an der Lesung beteiligen.

Unsere Veranstaltung soll den folgenden Ablauf haben:

Monika Held wird eingangs eine der eindringlichen Tschetschenien- Reportagen Anna Politkovskajas lesen. Norbert Schreiber stellt sein eben erschienenes Buch „Anna Politkovskaja – Chronik eines angekündigten Todes“ vor und berichtet über seine Begegnung mit der ermordeten Journalistin in Leipzig 2005. Gerd Koenen liest Auszüge aus seinem in der kommenden Woche in „Literaturen“ erscheinenden Essay über Putins Russland, der sich auch auf Anna Politkovskajas eben erschienenes „Russisches Tagebuch“ stützt. Im Anschluss laden wir zu einer Diskussion bei einem Glas Wein ein.

Buchvorstellung – Klaus Reichert “Lesenlernen“ – Über moderne Literatur und das Menschenrecht auf Poesie

Datum:
Dienstag, 5. Dezember 2006 – 18:00
Eintritt:
4 Euro

 

In seinem autobiografischen Essay „Lesenlernen“ erzählt Klaus Reichert, wie er zum Wort und zu den Wörtern kam, zuerst gesungen, dann gesprochen und zuletzt geschrieben. Diese Lese-Autobiographie führt von den Lektüren der Kindheit bis zum Erwachsenwerden.
Im zweiten Teil widmet sich Klaus Reichert Schriftstellern, die gemeinhin als schwierig gelten, wie Virginia Woolf und James Joyce, Gertrude Stein und Ezra Pound, Paul Celan, Robert Creeley, Edmond Jabès oder Wolfgang Hildesheimer – und kommt zu dem Ergebnis, dass sie durch verborgene Netze miteinander verbunden sind. Klaus Reichert lehrt lesen, das ist schwieriger noch als Lesenlernen.

 

Klaus Reichert, 1938 geboren, Professor für Anglistik und Amerikanistik, Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Er ist Übersetzer, Herausgeber, Essayist und Lyriker.