{"id":66,"date":"2011-02-11T13:08:55","date_gmt":"2011-02-11T11:08:55","guid":{"rendered":""},"modified":"2011-03-09T14:49:54","modified_gmt":"2011-03-09T12:49:54","slug":"was-wird-denn-hier-so-gelesen-zwei-buchempfehlunge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/autorenbuchhandlung-marx.de\/www\/was-wird-denn-hier-so-gelesen-zwei-buchempfehlunge\/","title":{"rendered":"Was wird denn hier so gelesen? Zwei Buchempfehlungen!"},"content":{"rendered":"<div>&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.matthes-seitz-berlin.de\/\/pictures\/_296_bigimage_Fabre_Cover_bg.jpg\"><noscript><img height=\"242\" width=\"150\" alt src=\"http:\/\/www.matthes-seitz-berlin.de\/\/pictures\/_296_bigimage_Fabre_Cover_bg.jpg\"><\/noscript><img height=\"242\" width=\"150\" alt src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%22http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%22%20viewBox%3D%220%200%20150%20242%22%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-src=\"http:\/\/www.matthes-seitz-berlin.de\/\/pictures\/_296_bigimage_Fabre_Cover_bg.jpg\" class=\" lazyload\"><\/a><\/div>\n<h4>Jean-Henry Fabre:<br>\nErinnerungen eines Insektenforschers I<br>\nSouvenirs Entomologiques. Aus dem Franz&ouml;sischen von Friedrich Koch. Mit Illustrationen von Christian Thanh&auml;user<br>\nVerlag Matthes &amp; Seitz, 2010<br>\n291 Seiten, &euro; 36,90<\/h4>\n<div><span style=\"font-size: 9pt; font-family: Arial;\">Jean-Henri  Fabre, 1823-1915, war nicht nur Autodidakt und ein genialer Entomologe  (Insektenforscher), sondern auch akribischer Wissenschaftler, Humanist,  Poet, Philosoph, K&uuml;nstler und f&eacute;libre (Mitglied des okzitanischen  Literaturkreises um Fr&eacute;d&eacute;ric Mistral).<\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 9pt; font-family: Arial;\">Er  stammte aus einfachen famili&auml;ren Verh&auml;ltnissen. Seine fr&uuml;he Kindheit  verbrachte er auf einem Hof im S&uuml;den Frankreichs. Schon sehr fr&uuml;h  unternahm er Streifz&uuml;ge durch die heimische Flora und Fauna.<\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 9pt; font-family: Arial;\">Durch  mehrere Stipendien gelang es ihm, mit 17 Jahren Lehrer zu werden und  neben seiner Berufst&auml;tigkeit weitere 30 Jahre Mathematik, Physik und  Chemie zu studieren. Zudem n&auml;hrte er seinen unstillbaren Forschungs- und  Wissensdurst durch eigene stundenlange Naturbeobachtungen.<\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 9pt; font-family: Arial;\">Neben  Gedichten hat Fabre auch an die 80 Schulb&uuml;cher verfasst. In Russland  und in Asien ist er sehr bekannt, in Japan hoch verehrt als der Mann,  der Wissenschaft und Literatur zu vereinen wusste.<\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 9pt; font-family: Arial;\">1879,  nach Jahrzehnten mit magerem &amp; zeitweise unsicherem Einkommen (er  hatte eine Familie mit 7 Kindern zu versorgen), kann er sich endlich  seinen langersehnten Traum erf&uuml;llen: ein abgelegenes Grundst&uuml;ck am Rand  eines kleinen Dorfes im d&eacute;partement Vaucluse\/Provence.<\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 9pt; font-family: Arial;\">Hier  kann er, im g&auml;nzlich verwilderten Garten, nun ungest&ouml;rt seine  hei&szlig;geliebten Insekten beobachten. Auf diesem Anwesen hat er den gr&ouml;&szlig;ten  Teil seiner siebzehnb&auml;ndigen &#8217;souvenirs entomologiques&#8216; verfasst. Ein  au&szlig;ergew&ouml;hnliches Werk, sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus  literarischer Sicht. In Fabres Beobachtungsgabe verbindet sich  wissenschaftliche Genauigkeit, k&uuml;nstlerische Anmut und humane Bildung.  Man ist tief ber&uuml;hrt von Schilderungen &uuml;ber Insekten, die man bis dahin  nur vage oder gar nicht kannte: Mistk&auml;fer (&#8218;der heilige Pillendreher&#8216;),  die mit unendlicher Geduld eines Sysyphos ihre Kugel den H&uuml;gel  hinaufstemmen; Sandwespen, die in blitzartiger Schnelligkeit ihr Opfer  l&auml;hmen, u.v.m. <br>\n<\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 9pt; font-family: Arial;\">Dem  Wegbereiter der &Ouml;kophysiologie und Autodidaktem begegnen seine  wissenschaftlichen Zeitgenossen jedoch oft mit Skepsis und Misstrauen.  Seine leidenschaftliche und minuti&ouml;se Beobachtungsgabe revolutionierte  die wissenschaftlichen Gepflogenheiten seiner Zeit, die sich bis dahin  eher durch Beobachten am toten Tier in Ammoniakl&ouml;sungen und dem  Erstellen von unbewiesenen Theorien ergingen.<\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 9pt; font-family: Arial;\">Es  gab aber auch viele Bewunderer: Charles Darwin: &quot;ein unnachahmlicher  Beobachter&quot;, Victor Hugo: &quot;der Homer der Insekten&quot;, Romain Rolland,  Ernst J&uuml;nger, John Stuart Mill.<\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 9pt; font-family: Arial;\">Seiner  Zeit weit voraus (erst in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts gelang  es Forschern, Fabres Beobachtungen mit Hilfe modernster Technik zu  pr&uuml;fen und ihre Richtigkeit zu best&auml;tigen), blieb er sein Leben lang dem  einfachen, bescheidenen Leben tief verbunden.<\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 9pt; font-family: Arial;\">Als  Leser fiebert man mit ihm und sieht sich f&ouml;rmlich neben ihm durch  seinen Versuchsgarten kriechen, die sengende Sonne im R&uuml;cken, die  bet&auml;ubende Musik der Grillen und Zikaden in den Ohren. Der Verlag  Matthes &amp; Seitz und der &Uuml;bersetzer Friedrich Koch haben sich der  ambitionierten Aufgabe gewidmet, bis 2015 s&auml;mtliche &#8217;souvenirs  entomologiques&#8216; in 10 bibliophilen B&auml;nden zu edieren. Bis heute  erschienen in deutscher Sprache nur kleine Auswahlen seiner Texte.<\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 9pt; font-family: Arial;\">Eine nach mehr als 100 Jahren w&uuml;rdige Ehrung des &quot;Homers der Insekten<\/span><\/div>\n<div><em>Chantal Gissel<\/em><\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<h5>Einen Blick in den Insektengarten von Jean-Henri Fabre gibt es: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=gDj6fXpvZEs&amp;feature=player_embedded\" target=\"_blank\">hier &#8230;<\/a><br>\nund hier geht es zur Website des <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.matthes-seitz-berlin.de\/scripts\/buch.php?ID=296\">Matthes &amp;&nbsp;Seitz<\/a> Verlags.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><noscript><img hspace=\"0\" height=\"249\" border=\"0\" width=\"150\" vspace=\"0\" src=\"http:\/\/www.kommbuch.com\/articleMedia.aspx?nObjectId=16393&amp;strMedia=image&amp;nVersionNr=8&amp;strFormat=\" alt><\/noscript><img hspace=\"0\" height=\"249\" border=\"0\" width=\"150\" vspace=\"0\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%22http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%22%20viewBox%3D%220%200%20150%20249%22%3E%3C%2Fsvg%3E\" alt data-src=\"http:\/\/www.kommbuch.com\/articleMedia.aspx?nObjectId=16393&amp;strMedia=image&amp;nVersionNr=8&amp;strFormat=\" class=\" lazyload\"><\/p>\n<h4>Carl van Vechten: Parties<br>\nAus dem Amerikanischen von Egbert Hoermann<br>\nVerlag Walde + Graf, 2010<br>\ngeb. 271 Seiten, &euro; 24,95<\/h4>\n<p class=\"MsoNormal\"><span>Was  ist das f&uuml;r ein wundersch&ouml;n gestaltetes literarisches Buch! Der  bibliophile Anspruch des kleinen, jungen Z&uuml;rcher Verlags, Kunst und  Literatur miteinander zu verbinden, nimmt einen bei der Lekt&uuml;re mit Entz&uuml;cken ein. Wann mag man schon einmal die Gestaltung der  Paginierung bemerken und wann in einem Roman den besonderen Druck der  Kapitelanf&auml;nge und die Vignetten loben? Doch vielleicht sollte man vor  den Vignetten erst einmal &uuml;berhaupt die erstklassigen, perfekt  stimmigen, dekadent anmutenden Illustrationen von Maurice Vellekoop  erw&auml;hnen! Armin Abmeier, nicht zuletzt bekannt als Herausgeber der &bdquo;Tollen Hefte&ldquo; hat  hier eine feine Reihe begonnen. Chapeau!<\/span><\/p>\n<p><span>Den  Inhalt des Romans verr&auml;t sein Untertitel. Es ist eine dekadente  Gesellschaft, sehr elegant bewegt man sich am Abgrund, das Unheil der  kommenden Jahre ist schon in Sicht: Weltwirtschaftskrise und Weltkrieg.  Parties, Alkohol-Exzesse, Sinnlosigkeit. Nur die Ironie der Betrachtung  macht die Situation ertr&auml;glich, die Lekt&uuml;re allerdings ist ein gro&szlig;es  Vergn&uuml;gen. Und so schlie&szlig;t man sich gerne dem Urteil der Frankfurter  Allgemeinen Sonntagszeitung an:<\/span><span> <\/span><span>&quot;Besser, h&auml;rter, lustiger als jedes selbstveranstaltete Bes&auml;ufnis.&quot;<\/span><br>\n<em>Claudia Biester<\/em><\/p>\n<h5>Zur Verlagsseite, auf der es richtig viel zu sehen gibt, geht es: <a href=\"http:\/\/www.waldegraf.ch\/bucher\/parties\" target=\"_blank\">hier<\/a> &#8230;<br>\nund hier ist die: <a href=\"http:\/\/www.waldegraf.ch\/resource_files\/209_Leseprobe_Parties_B2L.pdf\" target=\"_blank\">Leseprobe<\/a><\/h5>\n<h5>Wenn Sie mehr Buchempfehlungen von uns lesen m&ouml;chten, finden Sie unter <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.kommbuch.com\">www.kommbuch.com<\/a> jeden Monat eine neue Auswahl, und in unserer Buchhandlung halten wir f&uuml;r Sie einen <strong>gedruckten Katalog<\/strong> mit den sch&ouml;nsten Empfehlungen aus 2010 bereit.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\" data-services=\"facebook%7Ctwitter\" data-url=\"https%3A%2F%2Fautorenbuchhandlung-marx.de%2Fwww%2Fwas-wird-denn-hier-so-gelesen-zwei-buchempfehlunge%2F\" data-timestamp=\"1299682194\" data-backendurl=\"https:\/\/autorenbuchhandlung-marx.de\/www\/wp-json\/shariff\/v1\/share_counts?\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-medium\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fautorenbuchhandlung-marx.de%2Fwww%2Fwas-wird-denn-hier-so-gelesen-zwei-buchempfehlunge%2F\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style><svg width=\"32px\" height=\"20px\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\" \/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#32bbf5\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fautorenbuchhandlung-marx.de%2Fwww%2Fwas-wird-denn-hier-so-gelesen-zwei-buchempfehlunge%2F&amp;text=Was%20wird%20denn%20hier%20so%20gelesen%3F%20Zwei%20Buchempfehlungen%21\" title=\"Bei Twitter teilen\" aria-label=\"Bei Twitter teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#55acee; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style><svg width=\"32px\" height=\"20px\" viewBox=\"0 0 30 32\"><path fill=\"#55acee\" d=\"M29.7 6.8q-1.2 1.8-3 3.1 0 0.3 0 0.8 0 2.5-0.7 4.9t-2.2 4.7-3.5 4-4.9 2.8-6.1 1q-5.1 0-9.3-2.7 0.6 0.1 1.5 0.1 4.3 0 7.6-2.6-2-0.1-3.5-1.2t-2.2-3q0.6 0.1 1.1 0.1 0.8 0 1.6-0.2-2.1-0.4-3.5-2.1t-1.4-3.9v-0.1q1.3 0.7 2.8 0.8-1.2-0.8-2-2.2t-0.7-2.9q0-1.7 0.8-3.1 2.3 2.8 5.5 4.5t7 1.9q-0.2-0.7-0.2-1.4 0-2.5 1.8-4.3t4.3-1.8q2.7 0 4.5 1.9 2.1-0.4 3.9-1.5-0.7 2.2-2.7 3.4 1.8-0.2 3.5-0.9z\" \/><\/svg><\/span><\/a><\/li><\/ul><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div>&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.matthes-seitz-berlin.de\/\/pictures\/_296_bigimage_Fabre_Cover_bg.jpg\"><img height=\"242\" width=\"150\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.matthes-seitz-berlin.de\/\/pictures\/_296_bigimage_Fabre_Cover_bg.jpg\" \/><\/a><\/div>\n<h4>Jean-Henry Fabre:<br \/>\nErinnerungen eines Insektenforschers I<br \/>\nSouvenirs Entomologiques. Aus dem Franz&ouml;sischen von Friedrich Koch. Mit Illustrationen von Christian Thanh&auml;user<br \/>\nVerlag Matthes &amp; Seitz, 2010<br \/>\n291 Seiten, &euro; 36,90<\/h4>\n<div><span style=\"font-size: 9pt; font-family: Arial;\">Jean-Henri  Fabre, 1823-1915, war nicht nur Autodidakt und ein genialer Entomologe  (Insektenforscher), sondern auch akribischer Wissenschaftler, Humanist,  Poet, Philosoph, K&uuml;nstler und f&eacute;libre (Mitglied des okzitanischen  Literaturkreises um Fr&eacute;d&eacute;ric Mistral).<\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 9pt; font-family: Arial;\">Er  stammte aus einfachen famili&auml;ren Verh&auml;ltnissen. Seine fr&uuml;he Kindheit  verbrachte er auf einem Hof im S&uuml;den Frankreichs. Schon sehr fr&uuml;h  unternahm er Streifz&uuml;ge durch die heimische Flora und Fauna.<\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 9pt; font-family: Arial;\">Durch  mehrere Stipendien gelang es ihm, mit 17 Jahren Lehrer zu werden und  neben seiner Berufst&auml;tigkeit weitere 30 Jahre Mathematik, Physik und  Chemie zu studieren. Zudem n&auml;hrte er seinen unstillbaren Forschungs- und  Wissensdurst durch eigene stundenlange Naturbeobachtungen.<\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 9pt; font-family: Arial;\">Neben  Gedichten hat Fabre auch an die 80 Schulb&uuml;cher verfasst. In Russland  und in Asien ist er sehr bekannt, in Japan hoch verehrt als der Mann,  der Wissenschaft und Literatur zu vereinen wusste.<\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 9pt; font-family: Arial;\">1879,  nach Jahrzehnten mit magerem &amp; zeitweise unsicherem Einkommen (er  hatte eine Familie mit 7 Kindern zu versorgen), kann er sich endlich  seinen langersehnten Traum erf&uuml;llen: ein abgelegenes Grundst&uuml;ck am Rand  eines kleinen Dorfes im d&eacute;partement Vaucluse\/Provence.<\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 9pt; font-family: Arial;\">Hier  kann er, im g&auml;nzlich verwilderten Garten, nun ungest&ouml;rt seine  hei&szlig;geliebten Insekten beobachten. Auf diesem Anwesen hat er den gr&ouml;&szlig;ten  Teil seiner siebzehnb&auml;ndigen &#8217;souvenirs entomologiques&#8216; verfasst. Ein  au&szlig;ergew&ouml;hnliches Werk, sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus  literarischer Sicht. In Fabres Beobachtungsgabe verbindet sich  wissenschaftliche Genauigkeit, k&uuml;nstlerische Anmut und humane Bildung.  Man ist tief ber&uuml;hrt von Schilderungen &uuml;ber Insekten, die man bis dahin  nur vage oder gar nicht kannte: Mistk&auml;fer (&#8218;der heilige Pillendreher&#8216;),  die mit unendlicher Geduld eines Sysyphos ihre Kugel den H&uuml;gel  hinaufstemmen; Sandwespen, die in blitzartiger Schnelligkeit ihr Opfer  l&auml;hmen, u.v.m. <br \/>\n<\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 9pt; font-family: Arial;\">Dem  Wegbereiter der &Ouml;kophysiologie und Autodidaktem begegnen seine  wissenschaftlichen Zeitgenossen jedoch oft mit Skepsis und Misstrauen.  Seine leidenschaftliche und minuti&ouml;se Beobachtungsgabe revolutionierte  die wissenschaftlichen Gepflogenheiten seiner Zeit, die sich bis dahin  eher durch Beobachten am toten Tier in Ammoniakl&ouml;sungen und dem  Erstellen von unbewiesenen Theorien ergingen.<\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 9pt; font-family: Arial;\">Es  gab aber auch viele Bewunderer: Charles Darwin: &quot;ein unnachahmlicher  Beobachter&quot;, Victor Hugo: &quot;der Homer der Insekten&quot;, Romain Rolland,  Ernst J&uuml;nger, John Stuart Mill.<\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 9pt; font-family: Arial;\">Seiner  Zeit weit voraus (erst in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts gelang  es Forschern, Fabres Beobachtungen mit Hilfe modernster Technik zu  pr&uuml;fen und ihre Richtigkeit zu best&auml;tigen), blieb er sein Leben lang dem  einfachen, bescheidenen Leben tief verbunden.<\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 9pt; font-family: Arial;\">Als  Leser fiebert man mit ihm und sieht sich f&ouml;rmlich neben ihm durch  seinen Versuchsgarten kriechen, die sengende Sonne im R&uuml;cken, die  bet&auml;ubende Musik der Grillen und Zikaden in den Ohren. Der Verlag  Matthes &amp; Seitz und der &Uuml;bersetzer Friedrich Koch haben sich der  ambitionierten Aufgabe gewidmet, bis 2015 s&auml;mtliche &#8217;souvenirs  entomologiques&#8216; in 10 bibliophilen B&auml;nden zu edieren. Bis heute  erschienen in deutscher Sprache nur kleine Auswahlen seiner Texte.<\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 9pt; font-family: Arial;\">Eine nach mehr als 100 Jahren w&uuml;rdige Ehrung des &quot;Homers der Insekten<\/span><\/div>\n<div><em>Chantal Gissel<\/em><\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<h5>Einen Blick in den Insektengarten von Jean-Henri Fabre gibt es: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=gDj6fXpvZEs&amp;feature=player_embedded\" target=\"_blank\">hier &#8230;<\/a><br \/>\nund hier geht es zur Website des <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.matthes-seitz-berlin.de\/scripts\/buch.php?ID=296\">Matthes &amp;&nbsp;Seitz<\/a> Verlags.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img hspace=\"0\" height=\"249\" border=\"0\" width=\"150\" vspace=\"0\" src=\"http:\/\/www.kommbuch.com\/articleMedia.aspx?nObjectId=16393&amp;strMedia=image&amp;nVersionNr=8&amp;strFormat=\" alt=\"\" \/><\/p>\n<h4>Carl van Vechten: Parties<br \/>\nAus dem Amerikanischen von Egbert Hoermann<br \/>\nVerlag Walde + Graf, 2010<br \/>\ngeb. 271 Seiten, &euro; 24,95<\/h4>\n<p class=\"MsoNormal\"><span>Was  ist das f&uuml;r ein wundersch&ouml;n gestaltetes literarisches Buch! Der  bibliophile Anspruch des kleinen, jungen Z&uuml;rcher Verlags, Kunst und  Literatur miteinander zu verbinden, nimmt einen bei der Lekt&uuml;re mit Entz&uuml;cken ein. Wann mag man schon einmal die Gestaltung der  Paginierung bemerken und wann in einem Roman den besonderen Druck der  Kapitelanf&auml;nge und die Vignetten loben? Doch vielleicht sollte man vor  den Vignetten erst einmal &uuml;berhaupt die erstklassigen, perfekt  stimmigen, dekadent anmutenden Illustrationen von Maurice Vellekoop  erw&auml;hnen! Armin Abmeier, nicht zuletzt bekannt als Herausgeber der &bdquo;Tollen Hefte&ldquo; hat  hier eine feine Reihe begonnen. Chapeau!<\/span><\/p>\n<p><span>Den  Inhalt des Romans verr&auml;t sein Untertitel. Es ist eine dekadente  Gesellschaft, sehr elegant bewegt man sich am Abgrund, das Unheil der  kommenden Jahre ist schon in Sicht: Weltwirtschaftskrise und Weltkrieg.  Parties, Alkohol-Exzesse, Sinnlosigkeit. 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Und so schlie&szlig;t man sich gerne dem Urteil der Frankfurter  Allgemeinen Sonntagszeitung an:<\/span><span> <\/span><span>&quot;Besser, h&auml;rter, lustiger als jedes selbstveranstaltete Bes&auml;ufnis.&quot;<\/span><br \/>\n<em>Claudia Biester<\/em><\/p>\n<h5>Zur Verlagsseite, auf der es richtig viel zu sehen gibt, geht es: <a href=\"http:\/\/www.waldegraf.ch\/bucher\/parties\" target=\"_blank\">hier<\/a> &#8230;<br \/>\nund hier ist die: <a href=\"http:\/\/www.waldegraf.ch\/resource_files\/209_Leseprobe_Parties_B2L.pdf\" target=\"_blank\">Leseprobe<\/a><\/h5>\n<h5>Wenn Sie mehr Buchempfehlungen von uns lesen m&ouml;chten, finden Sie unter <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.kommbuch.com\">www.kommbuch.com<\/a> jeden Monat eine neue Auswahl, und in unserer Buchhandlung halten wir f&uuml;r Sie einen <strong>gedruckten Katalog<\/strong> mit den sch&ouml;nsten Empfehlungen aus 2010 bereit.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"author":0,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/autorenbuchhandlung-marx.de\/www\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66"}],"collection":[{"href":"https:\/\/autorenbuchhandlung-marx.de\/www\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/autorenbuchhandlung-marx.de\/www\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/autorenbuchhandlung-marx.de\/www\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/autorenbuchhandlung-marx.de\/www\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/autorenbuchhandlung-marx.de\/www\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/autorenbuchhandlung-marx.de\/www\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/autorenbuchhandlung-marx.de\/www\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}